Die Landschaftsgliederung der Senne

Die Senne ist kein einheitlicher Naturraum. Vielmehr ist es eine Landschaft, die aus drei verschiedenen Teilräumen mit unterschiedlichen geologischen Voraussetzungen besteht. Durch das Wirtschaften des Menschen in der Vergangenheit ist aus diesen drei Naturräumen ein faszinierendes Landschaftsmosaik mit einem einheitlichen Gesicht geworden. Gemeinsam war und ist diesen Naturräumen der große Anteil an Heideflächen. Auch wenn Heideflächen heute großflächig nur noch auf dem Truppenübungsplatz Senne vorkommen, läßt sich der historische Landschaftszustand noch aus alten Karten ableiten. Auch alte Fotografien liefern wertvolle Hinweise.

Die drei Teilräume der Senne sind

  1. Obere Senne (auch Trocken-Senne genannt) am Fuße des Teutoburger Waldes, gekennzeichnet durch tiefen Grundwasserstand und besondere Geländeformen wie Dünen, Ausblasungswannen, Trockentäler und wasserführende Kastentäler,
  2. Untere Senne (= Feucht-Senne) um Hövelhof herum mit hoch anstehendem Grundwasser, Bächen in selbst geschaffenen Dammbetten und vermoorten Auenbereichen,
  3. Drumlin-Senne zwischen Brackwede und Stukenbrock, die sich von den anderen beiden Naturräumen durch das Vorkommen von Moränenrücken, den sogenannten Drumlins, unterscheidet.

Ihr heutiges Gesicht hat die Senne in verschiedenen Eiszeiten (genauer müßte man Kaltzeiten sagen) und in der jetzigen Warmzeit erhalten. Eis, Wasser und Wind waren die maßgeblichen Kräfte, welche die Landschaft geformt haben.